|
Von Rindern bis New York
Rheinische Post vom 27.11.2007 – Werner Stalder
Die Foto- und Dokumentations-Ausstellung „Rindern – New York“ ist jetzt im Museum Forum Arenacum in Rindern eröffnet worden. Aufnahmen der gewaltigen
Brooklyn-Brücke werden der Brücke am Drususdeich gegenüber gestellt.
Der Kontrast könnte nicht größer sein, und dennoch geht von den exzellenten Fotografien von Werner Meyer aus Krefeld eine Harmonie und Faszination aus. Im Museum Forum Arenacum
in Rindern wurde jetzt durch Josef Gietemann, Vorsitzender des Heimatvereins Rindern ARENACUM, eine Foto- und Dokumentationsausstellung „Rindern – New York“ eröffnet.
Die Vergleiche
Man sieht Aufnahmen der gewaltigen Brooklyn-Brücke in New York und zugleich der schönen Brücke am Drususdeich in Rindern. Der St.Willibrord-Kirche in Rindern wird die St.
Patrick´s Church gegenübergestellt. Man kann auch die Rockefeller-Universität mit der Johann-Sebus-Grundschule vergleichen, die St. Willibrord-Statue mit der riesigen Freiheitsstatue in New York. Das
Guggenheim Museum an der Fifth Avenue steht dem Museum Forum Arenacum gegenüber, was einen besonderen Reiz ausmacht.
„Der Titel der Ausstellung erscheint bei der ersten Wahrnehmung sicherlich vermessen und löst Erstaunen, Achselzucken, Kopfschütteln oder gar mildes Lächeln aus“, sagte
Museumsleiter Roland Verheyen in seiner Einführung, „wo ist hier ein Zusammenhang zu erkennen zwischen dem beschaulichen Rindern und der Weltstadt New York? Hier ein Stadtteil mit weniger als 3000 Einwohnern,
dort eine Millionenmetropole“.
Am 6. Mai 1626 kaufte Peter Minuit, in Wesel geboren, für 60 Gulden von den Indianern die Insel Manhattan. Es war die Geburtsstunde des späteren New York. Zwischen 1631 und 1638
war Minuit Klever Bürger, und seine Frau Gertrud Raet, aus einer der führenden Klever Patrizierfamilien stammend, lebte während seiner Abwesenheit in einem großen Haus am Fischmarkt.
Die begüterten Minuits kauften den Hoppensackhof in der Bauernschaft Havik in Rindern, eine Hofstätte, deren Gründung wahrscheinlich in das achte Jahrhundert zurückgeht, einer
der 14 Hofstätten, die der fränkische Graf Ebroin im Jahre 721 an Willibrord schenkte. Und damit schließt sich der Kreis Rindern - New York.
Die Idee
Mit der Idee zur Ausstellung wurde ein Schulprojekt geboren, das von der Kunstpädagogin Marianne Tönissen, die im Rinderner Museum ehrenamtlich mitarbeitet, betreut wird. Die
Erkenntnisse sollen den Kindern der Johanna-Sebus-Grundschule, und zwar zwei Klassen des dritten Schuljahres, weitervermittelt werden.
, die übrigens bis ins 17. Jahrhundert eine Kapelle hatte, in den 30er Jahren geforscht und die Ergebnisse veröffentlicht.
Die Kinder werden zunächst die Ausstellung besuchen und anschließend ihre Eindrücke in ihrer eigenen Bildersprache wiedergeben, das heißt zeichnen, modellieren oder kolorieren.
Anschließend sollen ihre „Werke“ im Museum ausgestellt und prämiert werden. Wer weiß, vielleicht sind eines Tages einige Arbeiten der Schüler aus Rindern im weltberühmten Metropolitan-Museum in New
York zu bestaunen?
(zurück)
|