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Klang-Bilder im Museum Forum Arenacum
von KERSTIN OLAñETA
Kleve-Rindern
Ich arbeite grundsätzlich nur mit musikalischer Untermalung, Musik - am liebsten von Mozart und Wagner - versetzt mich in eine andere Welt“, erzählt Iris Thömmes. Auf ihren Werken, fährt die Gocher Künstlerin fort, wolle sie die Musik sichtbar machen: Meine Bilder sind Musik-Bilder oder klingend-bewegte Bilder“, präzisiert Thömmes. Alle Elemente seien vom Rhythmus als bestimmender Kraft geprägt, seien Bewegung und Fluss.
Glasobjekte“
Nicht umsonst heißt ihre jüngste Ausstellung Klang-Bilder“: Am morgigen Sonntag, 10.30 Uhr, ist Eröffnung im Museum Forum Arenacum in Rindern. Neben Aquarellen,
Ölbildern und Collagen mit Notenblättern sind Thömmes’ mehrdeutige Glasobjekte“ zu sehen: Flaschen, in denen papierne Körper eingeschlossen sind.Die Flaschen sind Symbol für Schutz und Geborgenheit
- doch stehen sie auch für Gefangenschaft, für Fesseln“, erläutert die Künstlerin.
Auffällig in Thömmes’ Werk ist die Dominanz der Farbe Blau: Blau ist für mich eine Chiffre für Sehnsucht,
für Träume, fürs Unerreichbare.“ In den vergangenen Jahren beschäftigte sich Thömmes darüber hinaus mit Klängen der Landschaften, die sich in Bildern von dominierendem Weiß in Acryl und Öl bis hin zur
Farbigkeit des Aquarells manifestieren - auch davon gibt’s Kostproben im Arenacum.
Die Gocherin freut sich, dass man ihr für die Ausstellung, die bis zum 17. Juli zu besichtigen ist, die Dääl des
Museums zur Verfügung gestellt hat: Toll hier, mit den dicken Holzbalken, auf die ich meine Glasobjekte drapiere, mit den großen Fenstern, den hohen Wänden...“ Die Verbindung zum Forum Arenacum kam über
Leiter Roland Verheyen zustande: Die Familie habe ich auf einer Studienreise in Griechenland vor zwölf Jahren kennen gelernt“, erzählt Thömmes. Dort hätten sie ihre gemeinsame Begeisterung für die
Archäologie entdeckt - und sind über die Jahre in Kontakt geblieben.
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