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Letzte Aktualisierung 08.06.2008
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Die Römerkohorte Arenacum sucht Verstärkung durch Gleichgesinnte
22.04.2007 / Niederrhein Nachrichten, Ausgabe Emmerich / von Helmut Heckmann
REES. Die Römer in Rees. Ist das nicht schon etwas länger her? Sicherlich, wenn man die echten“ Römer meint. Aber Andreas Zimmer aus Rees und Peter Krusenbaum aus Nütterden lassen mit einigen Gleichgesinnten das lagerleben und die Kampfspiele der Legionäre der römischen Cäsaren wieder aufleben. Und dazu ist der Niederrhein ja wohl ein geeigneter Platz. Genauer gesagt Kleve-Rindern. In Rindern gibt es das Forum Arenacum - das so bezeichnete Heimatmuseum mit seinen römischen und fränkischen Fundstücken.Und dieses Museum unterstützt auch die Truppe derjenigen die es sich zur Aufgabe gemacht haben, eine antike Römertruppe aus der Zeit des Kaisers Claudius, er herrschte von 41 bis 54 nach Christus, wieder auferstehen zu lassen. Genauso wie es Indianer-, Western-,Ritter- und Hunnenclubs machen, so haben es sich die Mitglieder der Römerkohorte Arenacum zur Aufgabe gemacht, das militärische und handwerkliche Leben in Untergermanien (Germania inferior) zur Zeit Claudius wieder darzustellen. Diese Cohorte agiert als Vexillation, das heißt Teileinheit, der Legion XV Primigenia, die in der ehemaligen Colonia Ulpia Trajana bei Xanten stationiert war. Wir sind bisher eine kleine Gruppe von sechs Personen - Männer und Frauen - die so ihre Freizeit gestalten“, sagte Andreas Zimmer aus Rees. Wahrscheinlich, so nehmen die neuen“ Römer an, hat diese Teileinheit auch Wach- oder Grenzpatrouillendienst im Bereich von Arenacum (Rindern) machen müssen. Nachweislich existierte im Bereich Rindern eine Häusersiedlung, die später zu einem municipium. Als municipium bezeichnete man in der römischen Republik ursprünglich eine von Rom abhängige Stadt. Die Bürger dieser Stadt hatten dabei Rom gegenüber die gleichen Pflichten wie die römischen Bürger. In den meisten Fällen handelte es sich bei einem municipium um einen Ort den sich die Römer unterworfen hatten. mit nachgewiesenem Hafen ausgebaut wurde. Die Legion XV Primigenia wurde im Jahre 39 nach Christus unter dem Kaiser Caligula (Stiefelchen) vermutlich für den Krieg in Britannien aufgestellt. Diese Legion bestand bis in das Jahr 69 nach Christus, bevor sie während des Bataveraufstands im Rheinland unter ging.Unsere Gruppe ist auch dem Heimatverein in Rindern angeschlossen und wir haben intensiven Kontakt mit dem Museum“, so Andreas Zimmer weiter. Die Treffen der sechs Römer finden jeweils einmal im Monat statt. Dies geschieht auf dem Boverhof in Nütterden,wo man auch eine kleine Werkstatt hat. Zimmer weiter:Wir treffen uns zum Gedankenaustausch und wir basteln teilweise unsere Ausrüstung, Schilde, Schwerter und Speere, in handwerklicher Eigenarbeit an.“ Und die Frauen der Gruppe? Sie kümmern sich um die Gewandung und man versucht alte römische Speisen anhand von überlieferten Rezepten nach zu kochen. Außerdem über sich die Männer in Kampfspielen.Wir absolvieren Wurfübungen mit dem pilum (Speer) auf Strohpuppen oder kämpfen mit dem gladius (Schert). Dabei werden auch selbstgemachte scuta (Schilde) aus Weidengeflecht eingesetzt. Nachgebaut werden aber auch Handwerksgeräte und Zelte. Also alles, was man zu einem römischen Lagerleben benötigt. Dieses Lagerleben zeigen wir auch“, so Zimmer,und das am 16. und 17. Juni Archäologischen Park Xanten bei der Veranstaltung ,Schwerter,Brot und Spiele’ die dort ein Zuschauermagnet ist.” Wer jetzt also Lust bekommen hat und vielleicht über ein Mitmachen in dieser Römertruppe nachdenkt, der sollte sich an die Verantwortlichen wenden. Dies sind Andreas Zimmer in Rees, Telfon 02851/966323 und Peter Krusenbaum in Nütterden, Telefon 02826/5504.
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Die vier römischen Perlen
22.10.2006 / Lokalausgabe NRZ - KLEVE / von Dirk Kraayvanger
STARTSCHUSS. Keine verstaubten Vitrinen fernab in großen Museen, sondern Kompetenz vor Ort zeichnen die neue Route aus. KLEVE/ELST. Da stand dem Initiator wirklich die Freude buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Euregio und Kleve Marketing machten es finanziell möglich. Nach der kräftigen Stärkung in Donsbrüggen gings direkt per neuzeitlichem vierspännigem Wagen - dem Bus - zu den "vier römischen Perlen" zwischen Xanten und Nimwegen. Denn das sind sie, ist sich Heike Baumewerd, Archäologin aus Bonn und langjährige fachliche Begleiterin des Museums Forum Arenacum in Rindern sicher: "Ich denke, dass sich die Kompetenz vor Ort und keine Fundstücke in verstaubten Vitrinen großer Museen auszeichnen werden. Das macht diese neue Römermeile attraktiv. Das Engagement der Personen vor Ort wird sich bezahlt machen."
Die erste Perle - nämlich Rindern - steuerte der vierspännige Wagen direkt an. Schnell konnte man sich einen Überblick über die römische Fußbodenheizung und vieles mehr verschaffen. Während Josef Gietemann die kleinen römischen Playmobil-Figuren vorstellte, hatte Roland Verheyen gleich etwas ganz Besonders im ersten Museums-Stockwerk zu präsentieren.
Die Klever Münzsammlung
Hier liegen Münzen der Klever "Sammlung aus dem Jahre 1866", deren erste Ausstellung nach dem 2. Weltkrieg erst an diesem Donnerstag offiziell eröffnet wird. "Das meiste Material ist im Krieg verloren gegangen." Besonders freut ihn, dass einige Münzen sogar aus der römischen Republikzeit stammen.
Ein lautes Ah und Oh ging durch die Reihen beim Verlassen des Museums. Drei Mitglieder der Römerkohorte Arenacum begrüßten die zahlreichen Ehrenamtlichen, Vertreter der Heimatvereine und Euregio-Vertreter. Und da es Kleve Marketing-Chefin Ute Schulze-Heiming so schön fand, nahm sie die Legionäre mit ihrem elf Kilo schweren Brustpanzern direkt in die Arme. Eben ein Herz für Römer.
Die zweite Perle, die gleich ein Sonderlob von Archäologin Baumewerd einheimste, wurde angesteuert: das Info-Zentrum in Keeken. In einer Ecke werden die von Hildegard Hansen liebevoll zusammengetragenen römischen und fränkischen Funde gezeigt.
Kirchenmuseum eröffnet
Auf direktem Weg gings weiter zur dritten Perle, ins niederländische Elst in der Overbetuwe-Gemeinde. "Zum Kirchenmuseum haben wir im Laufe der drei Jahre einen ganz engen freundschaftlichen Kontakt aufgebaut", so Roland Verheyen. Während der vierspännige Wagen (Bus) Elst ansteuert, konnte man schon von weitem den Turm im Sonnenschein erblicken.
Zwei Legionäre begrüßten die Gruppe direkt vor der Kirche. Im Inneren herrschte Festtagsstimmung. Denn nicht nur die Römermeile feierte Premiere, sondern auch das Museum im Kirchenraum wurde feierlich eröffnet. Während Overbetuwes Kulturbeigeordneter Frits Witjes und Bart Donkersloot vom "Kerkmuseum Elst" sprachen, konnte Ineke Menting es kaum abwarten. Schließlich wollte sie die deutschen Gäste in die Gewölbekeller unter der Kirche führen.
Eindrucksvoll schilderte sie anhand der alten römischen Gemäuer den Bau des ersten und zweiten Tempels und erzählte vom Glück, das ihnen wiederfuhr, als nach der Zerstörung der Kirche im zweiten Weltkrieg die römische Geschichte und die Funde wieder auflebten. Einfach nur interessant.
Während man sich von niederländischer und deutscher Seite kulturell und geschichtlich näher kam, verging die Zeit wie im Fluge. Keine Zeit blieb bei der Fünf-Stunden-Tour mehr für die vierte Perle in Millingen. "Da müssen Sie unbedingt noch hin. Die Funde da sind ganz spannend", so Heike Baumewerd. Machen wir, Frau Archäologin. Bestimmt.
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Die Playmobil-Römer
06.09.2006 - Lokalausgabe RHEINISCHE POST - Kleve / von Kerstin Olaneta
Anlässlich der Kreis Klever Kultourtage eröffnet am kommenden Sonntag im Rinderner Museum Forum Arenacum die Ausstellung “Playmobil-Römer”. Zu Gast sein wird auch die neu gegründete Römerkohorte “Arenacum”.
KLEVE-RINDERN. Bloß mit der Sprache hapert’s noch ein wenig: “Nein, fließend Latein sprechen wir nicht”, sagt Peter Krusenbaum mit breitem Grinsen. Ansonsten schauen die Römer der “Legion 15” aus den Zeiten Kaisers Claudius aber ganz echt aus, mit ihren knallroten Uniformen, den prächtigen Beschlägen und ledernen Riemensandalen mit exakt 55 Nägeln - so wie’s ein Original auch erfordert.
Das römsiche Leben Krusenbaum, der ganz standesgemäß in der Römerstraße (Nütterden) lebt, gehört zu der frisch gegründeten Kohorte “Arenacum”, die zurzeit vier Mitglieder - zwei Römer und zwei Römerinnen - zählt und sich am kommenden Sonntag, 10. September, anlässlich der Kreis Klever Kultourtage ab 11 Uhr (bis 17 Uhr) am und im Museum Forum Arenacum in Rindern präsentiert. Zeitgleich eröffnet die Ausstellung “Playmobil-Römer”. Die Idee dazu stammt von Josef Gietemanns neunjährigem Sohn Jan: “Der spielt unheimlich gern mit den Playmobil-Figürchen und hat spitz bekommen, dass jetzt im Herbst die Römer-Kollektion auf den Markt kommt”, erzählt Gietemann, Vorsitzender des Heimatvereins Rindern Arenacum. Kurzerhand haben die Museums-Macher vorab schon einmal zugeschlagen und sind gerade damit beschäftigt, mit den kleinen, buten Figürchen Szenen aus dem römischen Leben aufzubauen - etwa typische Kampfhandlungen, eine römische Flotte, Zeltgemeinschaften, eine Arena und Legionäre in den klassischen Uniformen. “Und hier kommen jetzt unsere ‘echten’ Römer aus Fleisch und Blut ins Spiel”, erläutert Roland Verheyen, Leiter des Forum Arenacum. Diese könnten nämlich prima die Ausstellungsstücke anhand der Playmobil-Figürchen und ihren eigenen Mitbringseln erläutern. Kindgerechte Literatur und Schautafeln erlaubten darüber hinaus einen tieferen Blick in die Ausstellung. Auf der Wiese gebe es derweil typisch römische Spiele wie Nüsse werfen oder Rundmühle. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Museums noch bis Oktober zu sehen - freilich sind die “echten Römer” dann nicht immer mit vor Ort. “Wir kooperieren mit verschiedenen Museen, wirken an historischen Festen mit und treffen uns regelmäßig zum Austausch und zum Verfeinern unserer Rüstungen und Uniformen”, gibt Kreusenbaum Einblick in das moderne Römerleben. Auf die Idee, eine Römer-Interessengemeinschaft zu gründen, seien sie nicht etwa ab ihrer Liebe zu Latein gekommen: “Ich fand die römsiche Geschichte immer schon faszinierend”, verrät Mitrömer Andreas Zimmer aus Rees. Vor allem die “Prügelszenen” ...
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Römer spielen im Forum Arenacum
05.09.2006 - Lokalausgabe NRZ - Kleve / von Andreas Gebbink
GESCHICHTE. Museum in Rindern zeigt am Sonntag neue Playmobil-Ausstellung. Römische Kohorte sucht Mitglieder.
KLEVE. Das Rinderner Museum Forum Arenacum zeigt am kommenden Sonntag, zwischen 11 und 17 Uhr, erstmals eine Playmobil-Ausstellung anlässlich der Klever Kultourtage. Museums-leiter Roland Verheyen und Josef Gietemann möchten Grundschulkinder das Leben der Römer am Rhein auf spielerische Art näher bringen. Im Museum wurden ein Forum, eine Kohorte, ein Schiff, Streitwagen, römische Soldaten und Zelte aufgebaut. Insgesamt werden zwölf Positionen zu sehen sein. Die Playmobilfiguren sind ganz neu und noch nicht im Handel erhältlich. Die Sonderausstellung ist bis Ende Oktober zu sehen. Am kommenden Sonntag wird die römische Zeit am Niederrhein lebendig dargestellt. Die neuformierte Gruppe "Kohorte Forum Arenacum" wird vor dem Museum militärisches Leben darstellen. Peter Krusenbaum, Andreas Zimmer, Sonja Eis und Petra Keusen werden sich als römische Legionäre verkleiden, Waffen präsentieren und römische Gesellschaftsspiele, wie Nüsse werfen oder Rundmühle, vorstellen. Die vier Hobbyhistoriker sind noch auf der Suche nach weiteren Mitgliedern, die Lust haben, sich in Kettenhemd, Schuppenpanzer, Helm und Sandalen als Römer zur Zeit Claudius (41 - 45 n. Chr.) zu verkleiden. Die einfache Aus-rüstung ist für 320 Euro zu haben. Die volle Montur kostet allerdings 4000 Euro. Roland Verheyen erklärt, dass die Römer 400 Jahre in Rindern weilten und hier vieles hinterlassen haben. "Unsere Kultur basiert ganz entscheidend auf römischen Einflüssen. Es ist wichtig, dass Kinder das wissen", sagt Verheyen. Für das kommende Jahr ist auch ein römisches Zeltlager in Rindern in Vorbereitung. Die aktuelle Playmobilausstellung wird durch Vitrinen und Bildtafeln ergänzt. So wird die Entstehung des römischen Reiches dokumentiert und die Zeit der Römer in Rindern. Die Tafeln gehen auf die römische Flotte und auf Kriegstechniken der Römer ein. Informationen zur Kohorte Forum Arenacum bei Peter Krusenbaum unter, Tel: 02826/5504 oder im Internet www.cohors-arenacum.de.
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